Offene Fragen bei der Einstellung von Flüchtlingen?

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[NÜRNBERG] - Offene Fragen bei der Einstellung von Flüchtlingen? In Nürnberg gab es nun einige Antworten.

Mit der Ankunft zahlreicher Flüchtlinge in Deutschland stand auch schnell die Frage nach ihrer – möglichst zügigen und reibungslosen – Integration in die Gesellschaft und in den deutschen Arbeitsmarkt im Raum.

Aus diesem Grund setzt die Ingeus GmbH mit ihrem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein „FiFaA – Frühzeitige Integrationsunterstützung für anerkannte Asylbewerber“ vom ersten Moment an auf Parallelität als Schlüssel zum Erfolg. Zeitgleich am Spracherwerb und am Eintritt in den Arbeitsmarkt zu arbeiten, motiviert die Geflüchteten, die auf dem schnellsten Weg Geld verdienen und die Sammelunterkünfte gegen eine eigene Wohnung eintauschen möchten. Nachvollziehbar, aber wenig zielführend.

Die Berater versuchen daher den geflüchteten Arbeitsuchenden zu vermitteln, dass sie langfristig erfolgreicher sind, wenn sie sich eine solide berufliche Basis aufbauen, statt den nächstbesten Helferjob anzunehmen. Auch wenn dieses Vorgehen ein wenig mehr Geduld erfordert, es zahlt sich langfristig aus.

Informationen für Arbeitgeber – Wissenswertes bei der Einstellung von Flüchtlingen

Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen und Mitarbeitern verschiedener Jobcenter hinsichtlich der Integration von Flüchtlingen wurde schnell klar: Hier besteht Informationsbedarf seitens der Arbeitgeber.

Diese stellen sich natürlich zu recht Fragen wie „Was passiert, wenn mein geflüchteter Azubi plötzlich seinen Status verliert?“ – immerhin hat das Unternehmen Geld investiert um langfristig von einem gut ausgebildeten Mitarbeiter profitieren zu können.

Um diese und andere Fragen zu klären, haben Zuzana Schindler und ihre Nürnberger Kollegen einen Infotag für Personalverantwortliche zum Thema „Erfahrungswerte mit der Integration von Flüchtlingen“ veranstaltet, um interessierte Unternehmen frühzeitig zu informieren und etwaige Hemmnisse und Unsicherheiten abzubauen.

Neben Carina Dorsch, Regionalleiterin Bayern der Ingeus GmbH, referierten Josef Hummel vom Jobcenter Nürnberg, Christa Spieker vom Jobcenter Fürth Stadt, Verena Bartels von der IHK für München und Oberbayern, Anja Seulen von der HWK Mittelfranken sowie Manuela Dermidag von der AAU e.V. sowie über Herausforderungen und Erfahrungen mit der Kompetenzfeststellung (u.a. via check.work) und der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen. In der anschließenden Podiumsdiskussion konnte Tilmann Schürer, Rechtsanwalt u.a. für Arbeitsrecht, den Unternehmensvertretern noch einige wichtige Informationen mit an die Hand geben.

Die praxisorientierte Veranstaltung, die Aufgeschlossenheit der Teilnehmer, die hochwertigen Vorträge der Referenten und nicht zuletzt der Charme des Moderators und Arbeitgeberkoordinators Jürgen Zeitler sorgten für eine lockere und heitere Atmosphäre.

Dieser Meinung war auch Alexander Kolowos von der Hans Geis GmbH + Co KG, der u.a. neben Vertretern der Rummelsberger Diakonie e. V., Brunel GmbH, Bundesamt für Familie und ziv. Aufgaben, DB Zeitarbeit GmbH,  ELDICON Systemhaus GmbH, Schmetterling Reise- und Verkehrs-Logistik GmbH und der Sellbytel Gruppe vor Ort gewesen war:

„Ich habe bereits an sehr vielen Veranstaltungen und Seminaren teilgenommen, die heutige ist eine von den besten gewesen. Die Veranstaltung ist praxisorientiert,  sehr informativ, auf höherem fachlichen Niveau, aber in lockerer Atmosphäre durchgeführt worden.“ 

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