Deine Einstellung zum Leben ist das, was zählt

| Berlin Erfolgsgeschichten

[KUNDENGESCHICHTE] - Die meisten arbeitslosen Menschen, die zu Ingeus kommen, bringen einen mehr oder weniger großen Rucksack persönlicher und gesundheitlicher Probleme mit. Die Belastung durch die Arbeitslosigkeit und den damit verbundenen Gefühlen der Unzulänglichkeit ist bei allen vorhanden. Alia gehörte leider zu der Gruppe, die weitaus mehr zu verarbeiten hatten. Sie erzählt uns heute ihre Geschichte:

„20 Jahre ist es her, dass ich von Tunesien nach Deutschland gekommen bin. Junge 28 Jahre alt, den Kopf voller Pläne und den Wunsch nach einer schönen Zukunft im Herzen tragend.

Für die wenigsten ist der Start in einem neuen Land, in ein neues Leben einfach. Das war mir klar. Eine fremde Sprache, eine fremde Kultur – das lernt und versteht man nicht über Nacht. Ich wusste, auf mich wartete eine harte Zeit. Welche harte Jahre das Schicksal tatsächlich für mich bereit halten würde, hätte ich nie im Leben für möglich gehalten.

 

Und plötzlich ist alles anders

Ein paar Jahre später lernte ich hier einen tollen Mann kennen. Wir heirateten und bekamen zwei wundervolle Kinder. Mein Leben war perfekt. Doch von einem Moment auf den anderen kam eine neue Seite von ihm zum Vorschein und änderte alles.

Ich habe meine Kinder genommen und ihn verlassen. Als Mutter ist es meine Aufgabe, stark zu sein. Der Fels in der Brandung, wie man so schön sagt. Ich versuche es und ich bin froh, dass ich auf professionelle und vertrauensvolle Hilfe zurückgreifen kann.

 

Deine Lebenseinstellung ist einer der Schlüssel

Als ich im März 2017 die Ingeus Niederlassung in Berlin Reinickendorf zum ersten Mal betrat, umgab mich sofort ein Gefühl von Wärme. Die Mitarbeiter begegneten mir von Anfang an mit Freundlichkeit und Unvoreingenommenheit. Ich wusste: „Hier bin ich richtig. Hier und jetzt beginnt mein Weg raus aus der Arbeitslosigkeit und rein in den Arbeitsmarkt.“ Nur über das Wie war ich mir noch nicht im Klaren. Ich hatte im Jahr zuvor eine Weiterbildung zur Betreuungsassistentin absolviert, aber seitdem keinen Job gefunden. Trotzdem hoffte ich, dass mir diese Qualifikation letztendlich die Tür in die Altenpflege öffnen würde. Ich wollte unbedingt arbeiten.

In den Einzelgesprächen mit meiner Beraterin habe ich erfahren, wie gut es tut sich auch auf seine Stärken zu konzentrieren. Und dass es wichtig und richtig ist nach außen zu tragen was mich ausmacht, was an mir besonders ist. Sie hat mir gezeigt, meine positive Lebenseinstellung als eine Quelle zu betrachten aus der ich, neben der Therapie,  Kraft für mich schöpfen kann.

 

Schritt für Schritt zu mehr Selbstvertrauen

Die Workshops waren eine schöne Ergänzung zu den Einzelgesprächen und boten Raum, um sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen. Wir hatten all unsere Probleme, doch hier bei Ingeus damit nicht allein.

Aufgaben alleine bewältigen und alleine zu Terminen zu gehen, war etwas, das mir seither sehr schwer fiel. Das war auch eine meiner Baustellen. Mein neuer Partner hat mich bis dato zu allen Termin begleitet und vor Ort auf mich gewartet. Er war mir eine große Stütze, doch wollte ich ihm nicht zur  Last fallen. Meine Beraterin ermutigte mich, mir kleinere Aufgaben zu suchen und diese immer mehr selbstständig zu bewältigen. Das hat so gut geklappt, dass ich eines Tages sogar ohne Begleitung zu Ingeus gefahren bin.

Dieser Erfolg hat mir unglaublich gut getan und Aufschwung für unser neues Experiment „Bewerbungswelle“ gegeben, dem ich anfangs recht skeptisch gegenüberstand. Doch da mir die gängigen Office-Programme und  Recherche-Methoden nicht so vertraut waren, wollten wir einen anderen, effektiveren Weg versuchen. Und so verbrachte ich zusammen mit einer Beraterin einen lustigen Nachmittag, an dem wir eine Reihe an Initiativbewerbungen versandfertig machten und uns dabei Witze erzählten.

Als ein paar Tage später die erste Einladung zu einem Vorstellungsgespräch ins Haus geflattert kam, war ich fassungslos und überglücklich. Eine Woche später rief meine Beraterin an, um zu fragen, wie das Gespräch gelaufen war. Ich war in heller Aufregung. Es hatte sich zwischenzeitlich viel getan und ich konnte tatsächlich zwischen drei Arbeitgebern wählen, die mir alle eine Stelle angeboten hatten. Einfach unglaublich. Was für ein Lichtblick nach all der dunklen Zeit.

 

Ingeus und ich

Ich bin nicht länger arbeitslos. Ich habe einen Job gefunden. Es gibt noch viel zu tun, aber ich gehe das Leben nun positiv an, konzentriere mich auf die guten Dinge und arbeite zugleich an den dunklen Flecken. Das gibt mir Auftrieb und ich bin den tollen Leuten bei Ingeus für ihre Arbeit unglaublich dankbar. Vor allem aber meiner Beraterin, die mich bestärkt und mir gezeigt hat, welche Kräfte in mir schlummern.

 

Ich bin glücklich und gehe aufrecht und gestärkt durchs Leben.“

 

 

Fotorecht: Shutterstock - © Andrekart Photography

 

 

 

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